Dass ich ein Hazet-Fangirl bin und meine kleine Werkzeugsammlung primär daraus besteht, ist für die Menschen in meiner direkten Umgebung nichts Neues. Mit Hazet zu einem Event am Nürburgring fahren zu dürfen, war allerdings etwas, womit ich niemals in meinem Leben gerechnet habe. Erst recht nicht, als Beifahrerin von niemand Geringerem als dem mehrfachen 24-Stunden-Rennen-Gewinner Frank Stippler auf die Strecke zu gehen. Doch alles der Reihe nach.
An einem Morgen schaute ich meine Instagram-DMs durch – und kippte fast um. Eine Nachricht von Hazet. Ich und eine Begleitung dürften einen unvergleichbaren Tag am Nürburgring verbringen. Nachdem ich mich wieder einigermaßen beruhigt hatte, rief ich meine liebe Freundin Mona an und fragte, ob sie mich als Ring-Verrückte bei diesem Erlebnis begleiten möchte.
Einige Freudeschreie später stand die Planung und es ging mit meinem Daily-Toyota die knapp 370 km Richtung Nordschleife, wo Mona und ich – mit Prinzessinnen-Kronen auf dem Kopf und einer Flasche Sekt samt (Plastik-)Sektgläsern in der Hand – zunächst eine ziemlich gute Zeit auf der Tribüne verbrachten. Zugegebenermaßen unter vielen verwirrten Blicken, was vielleicht auch damit zusammenhing, dass ich meiner „Ich werde bestimmt frieren“-Phase mit einem Dalmatiner-Kunstpelzmantel vorbeugte.
Mit der spontan entstandenen Möglichkeit, den BMW von Adrenalin Motorsport kurzzeitig zu „entführen“, und dem anschließenden Testen der Nachtfahr-Fähigkeit meines Daily-Toyota auf den umliegenden, hügeligen Kurven endete unser eigens geschaffenes Vorprogramm schließlich mit einem Beauty-Abend im Hotel.

Am nächsten Tag nahm das Hazet-Team alle Eingeladenen schon früh am Morgen im Nürburgring-Besucherzentrum in Empfang und der Tag voller Action startete mit einem umfassenden Rundgang über das Gelände – inklusive Besuch der Garage von Niki Lauda. So ein Moment, in dem man kurz innehält, weil einem bewusst wird, dass Motorsportgeschichte hier nicht ausgestellt wird, sondern genau hier passiert ist. Einer dieser Orte, die still wirken – und genau deshalb so viel erzählen.
Gefolgt von einem Interview und einigen Bildaufnahmen im Pressezentrum ging es dann auch schon zum eigentlichen Highlight: auf die Strecke selbst.

Eine Touristenfahrt auf der Nürburgring Nordschleife ist bereits ein Erlebnis, ein Trip mit dem Ringtaxi ebenso. Aber die Nordschleife rechts neben einem mehrfachen 24-Stunden-Gewinner wie Frank Stippler mit unzensierter Jagd nach Adrenalin zu erleben, setzt einfach neue Maßstäbe – und wird mich noch lange motivieren, meine Träume weiter zu verfolgen.
Wofür ich Frank aber wirklich dankbar bin, ist die Möglichkeit, seine Bekannten kennenzulernen – Menschen, die teilweise selbst als Ringtaxi-Fahrer unterwegs sind und deren Leben eng mit dem Nürburgring verbunden ist. Geschichten aus erster Hand zu hören, ungefiltert, ehrlich und ohne irgendetwas schönzureden, hat mir nochmal ganz anders gezeigt, was es eigentlich bedeutet, wenn der Nürburgring nicht nur ein Ort, sondern ein Teil des eigenen Lebens ist.
Nach dem wilden Ritt im Audi von Frank Stippler, bei dem ich zwei Dinge verinnerlicht habe – Respekt ist nicht gleich Angst und man kann auch einhändig Respekt vor der Strecke haben – ging es mit allen Anwesenden zu einem gemeinsamen Abendessen auf Einladung von Hazet.
Und als ob das noch nicht genug gewesen wäre, gab es anschließend neben dem obligatorischen Gruppenbild auch noch Geschenke zur Erinnerung an diese besondere Zeit. Ein riesiges Dankeschön, liebes Hazet-Team, für diesen einen Tag der Tage an der wohl legendärsten Strecke Europas.
Und auf ein baldiges Wiedersehen, lieber Nürburgring!


